C’est la fucking vie – Warum der ewige Rausch des Glücks ein Trugschluss ist

Wer kennt sie nicht? Die ewig glücklichen, ständig gute Laune verbreitenden, super erfolgreichen Unternehmer*innen?

Es scheint heutzutage so, dass egal ob im alltäglichen Leben oder gar während einer Krise, gute Laune und das ewige Glück als Grundpfeiler für den persönlichen, beruflichen und unternehmerischen Erfolg angesehen werden.

Doch seien wir mal ehrlich: Unser alltägliches Leben (vor allem im Augenblick) besteht eher aus unzähligen Onlinemeetings, dem Abarbeiten von Projekten, Schlafen, Essen, Haushalt, Familie, Partnerschaft und bestenfalls den engsten Freunden. Da kommt einem das ewige Glücksprinzip fast schon wie ein Hohn vor, denn manchmal ist ein Tag durch vollständige Prokrastination geprägt, weil wir keinerlei Motivation und Energie haben, um gut gelaunt in den neuen Tag zu starten. 

Für alle unter Ihnen, die sich jetzt denken: 

„Ja, es ist echt schwer sich manchmal selbst zu motivieren. Ich weiß nicht, wie das andere Menschen machen.“

Für diejenigen habe ich eine gute Nachricht: 

“Wir sitzen alle im gleichen Boot, jedoch haben manche verstanden, auf Wind und Wetter zu hören, während andere grinsend vor sich hin paddeln, bis ihnen irgendwann die Energie ausgeht.”

Nutzen Sie die Teilzeit-Melancholie als Überlebensstrategie

Wenn Ihnen die Teilzeit-Melancholie kein Fremdbegriff ist, dann gehören Sie zur ersten Gruppe und das bedeutet: Sie haben eine Chance zu überleben.

Sie kämpfen nicht gegen ihre schlechte Laune an oder versuchen jeden Tag aufs äußerste ihre Produktivität zu fördern, sondern haben akzeptiert, dass Sie sämtliche Emotionen brauchen, um zu wachsen, sich weiterentwickeln und Momente des Glücks überhaupt wahrnehmen zu können.

Auch ich glaube an das Prinzip des Gleichgewichts der Emotionen und möchte mit Ihnen teilen, warum es sinnvoll ist, sich manchmal einer „Teilzeit-Traurigkeit“ hinzugeben.

4 Gründe, warum uns „negative“ Emotionen weiterbringen

Glück und Traurigkeit
  1. Traurige Gedanken führen zur Reflektion. Wir vergleichen vergangenes, machen eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage und erträumen uns die Zukunft. Nur dadurch gelingt es uns, den „Reset-Knopf“ zu drücken und schädliche Gewohnheiten, alte Laster oder schlechte Gefühle loszulassen und uns neu zu erfinden.
  2. Melancholie führt zu Tagträumen und diese regen die Kreativität an. Anstatt uns einem dauerhaften Jammerzustand hinzugeben, können wir durch eine zeitweise empfundene Traurigkeit unsere Kreativität fördern. Wir suchen bewusst nach Wegen, diesen Schleier der Melancholie wieder abzustreifen. Dies führt zu neuen Ideen, innovativen Gedanken und einer neu entfachten Begeisterungsfähigkeit.
  3. Wir distanzieren uns bewusst von der sogenannten „Spaßgesellschaft“. Augenblicklich läuft es in der Regel ja so: Wir scrollen gefühlt eine halbe Ewigkeit die Timeline unserer Sozialen Medien herunter und am Ende ist unser Resultat: Ich muss meine Wohnung, meine Partnerschaft, meinen Job – am besten direkt mein ganzes Leben verändern, denn es ist nicht gut genug. Das Gefühl der Traurigkeit lässt sich hierbei jedoch verringern, wenn wir ein wenig „Digital Detox“ betreiben und uns bewusst aufschreiben, wofür wir eigentlich dankbar sind. Die Distanz von dem äußeren Bild führt dadurch automatisch zur Annäherung zum inneren Bild, was die Zufriedenheit mit sich und dem eigenen Sein deutlich verbessert.
  4. Negative Gefühle können als eine Art Antriebsquelle fungieren. Sie zeigen uns schlechtes auf, führen jedoch auch zu innerem Widerstand. So kann es sein, dass wir uns erst durch die Traurigkeit bewusst werden, wie wundervoll das eigene Leben ist und nehmen hierdurch eine stärke Haltung gegenüber äußeren Einflüssen ein und stärken unsere Resilienz. Eine gute Möglichkeit zeige ich Ihnen hierzu in meinem Artikel: „Kreieren Sie Ihre eigene I don’t give a fuck – Hall of Fame.

Glück und Traurigkeit im Coaching

Im Coachingprozess besprechen wir nicht nur die „offensichtlichen“ Antreiber im Leben, sondern thematisieren auch ganz bewusst „schlechte“ Gefühle, um sie im Rahmen eines Reframing (eine Art Perspektivwechsel) neu zu bewerten und als Quelle der Kraft und Zuversicht für uns zu nutzen.

„Wir nehmen die Schönheit von Licht nur deshalb wahr, weil es Schatten gibt. Ebenso verhält es sich mit dem Glück, welches seinen Wert erst dadurch erhält, dass wir wissen, wie sich Niedergeschlagenheit anfühlt.“

Feiern Sie Ihr eigenes Jubiläum mit dem Coaching-Tool „Vision Pensionierung“

Wenn Sie also demnächst wieder von dem Glück anderer „angestrahlt“ werden, schenken Sie sich selbst ein Lächeln und fangen Sie aus dem aktuellen Gefühl der Traurigkeit an, glorreich zu träumen.

Sollten Sie sich hierzu Unterstützung wünschen, stellen Sie sich einfach vor, ich würde mich wie eine gute Freundin neben Sie auf den Boden oder auf das Kissen setzen, Sie anlächeln und Sie nach einem wundervollen Moment in der Zukunft fragen. 

Sie möchten sich direkt in diesem Gedanken hineinbegeben, dann können Sie sich gerne kostenlos die Vision Pensionierung anhören – Erzählen Sie mir von Ihrer persönlichen Jubiläumsfeier.

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